Die 10 Besuchsregeln

In früheren Zeiten und auch heute noch in unterschiedlichen Kulturen ist die Unterstützung und Pflege der Mutter ein wichtiger Teil der Zeit nach einer Geburt.

 

In Indien kehrt die Mutter für drei Monate Fürsorge in ihr Elternhaus zurück, während die Pflege in Korea stark auf Wärme z.B. in Form von nährenden Mahlzeiten konzentriert ist. In Südamerika wird von einer Verwandten 40 Tage lang jede Hausarbeit erledigt, während das zuo yuezi in China alles von der Mutter fernhält, was ihre Erholung stören könnte.

 

 

Und auch wenn Freunde und Angehörige es kaum erwarten können, den neuen Erdenbürger persönlich zu begrüßen, werden gerade hierbei immer wieder Grenzen für Mutter und Kind überschritten. Deshalb sollte sich der Besuch an ganz klare Regeln halten und die frischgebackenen Eltern dürfen diese Regeln ganz klar kommunizieren. (Tipp: Am besten die Liste der Regeln ausdrucken und an die Haus-/Wohnungstür hängen.)

 

 

Regeln für den Postpartum Besuch

 

1. Tauche niemals unangekündigt auf, du könntest irgendjemanden wecken.

 

 

2. Bring etwas mit, das wirklich wichtig ist. Eine warme Mahlzeit, schmackhafte Tees, Stilleinlagen und gesunde Snacks helfen manchmal mehr als eine Zimmerpflanze oder noch ein Baby-Body.

 

 

3. Verschiebe deinen Besuch, wenn du dich kränklich fühlst. Eine Ansteckung ist nun wirklich das Letzte, was Mutter und Kind brauchen.

 

 

4. Wasch dir beim Reinkommen zuerst die Hände und übertreib es mit dem Parfüm oder After Shave nicht.

 

 

5. Halt dich mit Zuneigung zurück. Auch wenn du den Neuankömmling gern herzen und küssen möchtest, ist vornehme Zurückhaltung geboten. Frag die Mama, bevor du das Baby auf den Arm nimmst.

 

 

6. Pass auf, bevor du sprichst. Dies ist der falsche Zeitpunkt für ungebetene Ratschläge und unpassende Kommentare über das Aussehen von Mama und Baby.

 

 

7. Biete deine Hilfe an. Ob Wäsche machen, Geschirr abspülen, den Müll rausbringen, einkaufen oder das Baby beaufsichtigen, während Mama schläft oder duscht...damit wirst du eine große Hilfe sein.

 

 

8. Kürze deinen Besuchszeit ab; es kann Mama und Kind schnell zu viel werden und Ruhe steht jetzt an erster Stelle.

 

 

9. Wähle deine Geschichten sorgsam aus. Berichte über Partynächte, Probleme beim Klamotten-Shopping und der neueste Klatsch aus dem Büro könnten Gefühle der Isolation verstärken.

 

 

10. Sei aufmerksam und achtsam. Die Neu-Mama sehnt sich vielleicht nach einem offenen Ohr für ihre Sorgen und Nöte - also sei ein guter Zuhörer.